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Burgenländische Volkszeitung (BVZ)

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Die Burgenländische Volkszeitung (BVZ) ist das im Burgenland nach der Kronen Zeitung meist gelesene Printmedium und erscheint als Wochenzeitung in sechs verschiedenen, in etwa mit den politischen Bezirken des Burgenlands übereinstimmenden Mutationen. Inhaber ist das im Eigentum der katholischen Kirche stehende Niederösterreichische Pressehaus.

Factsheet:

Zeitungstyp: Wochenzeitung

Vertriebstyp: Kaufzeitung, klassischer Vertriebsweg

Erscheinung: wöchentlich

Supplements: tele (TV-Beilage) liegt jeder Ausgabe bei

Sitz: Eisenstadt

Verlag: BVZ Burgenländische Volkszeitung GmbH

Eigentümer: Die BVZ Burgenländische Volkszeitung GmbH ist eine 100% Tochter der Niederösterreichische GratismedienGmbH.Die Niederösterreichische Gratismedien GmbH ist wiederum eine 100% Tochter der Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

Herausgeber: Josef Eichinger

Chefredakteur: Harald Knabl

Auflage (rollierender Jahresschnitt 2008/2009/ÖAK):

  • Druckauflage: ca. 25.000 Exemplare
  • Verkaufsauflage: ca. 17.000 Exemplare

Reichweite (rollierender Jahresschnitt 2008/2009/Mediaanalyse):

  • Österreich gesamt: ca. 146.000 Leser (2,1%)
  • Im Burgenland beträgt die Reichweite 51,7%.

Verbreitungsgebiet: Burgenland, in geringem Ausmaß Teile Niederösterreichs

Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, Sankt Pölten

Presseförderung (2008/Summe aller Kategorien): ca. 66.000 €

Bertelsmann AG

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Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann AG mit Sitz in Gütersloh zählt durch Beteiligungen und Tochtergesellschaften in verschiedenen Mediensparten zu den big players der europäischen Medienszene. Das nicht börsennotierte Unternehmen befindet sich im Besitz der Bertelsmann-Stiftung bzw. der Familie Mohn.

Neben dem Zeitschriftenverlag Gruner+Jahr befinden sich im Einflussbereich des Konzerns Unternehmen wie der Kommunikationsdienstleister Arvato, die durch das Betreiben von Buchgemeinschaften bekannte Direct Group Bertelsmann, die (Buch-)Verlagsgruppe Random House (mit bekannten Töchtern wie Heyne, Goldmann oder Knaus), sowie die RTL-Group mit Fernsehsendern wie RTL oder Vox.
Bertelsmann war lange Zeit auch im Musikgeschäft tätig. Das Tochterunternehmen BMG Music Publishing, einstmals weltweit drittgrößter Musikverlag, wurde jedoch 2007 an Universal Music veräußert.

Der Bertelsmann-Konzern machte in der österreichischen Medienszene 1989 durch eine 25%-Beteiligung an der damals neu gegründeten Zeitschrift Tele auf sich aufmerksam. Über  Gruner+Jahr ist Bertelsmann in Österreich de facto Mehrheitseigentümer der Verlagsgruppe News.

Bronner, Oscar

Oscar Bronner wurde 1943 in Haifa geboren und zählt zu den Pionieren moderner Printmedien in Österreich. Bronner, dessen journalistische Karriere bei der Arbeiter-Zeitung begonnen hatte, gründete 1970 das Wirtschaftsmagazin trend und kurz darauf das Nachrichtenmagazin profil.

Nach dem Verkauf der beiden Magazine und einem mehrjährigen Aufenthalt in den USA gründete Bronner 1988 mit 50% Beteiligung der Axel Springer AG die Tageszeitung Der Standard. Trotz mehrmaliger wirtschaftlicher Turbulenzen gelang es Bronner bis heute, das Blatt als unhabhängige Qualitätszeitung am Markt zu halten.

Bonnier

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Die traditionsreiche schwedische Mediengruppe Bonnier umfasst etwa 150 Unternehmen in Schweden, aber auch in anderen europäischen Staaten. In Deutschland zählt Bonnier mit bekannten Töchtern wie Ullstein zu den großen Buchverlagsgruppen.

Am österreichischen Medienmarkt macht der Konzern 1995 durch eine 50%-Beteiligung an der Gründung der Tageszeitung Wirtschaftsblatt auf sich aufmerksam. Die Anteile wurden allerdings im Jahr 2006 an die Styria-Gruppe veräußert.

Bildtelegramm

Nach dem Konkurs der Wiener Tageszeitung Bild-Telegraf im Jahr 1955 brachte der Verleger Fritz Molden unter dem Namen Bildtelegramm ein Nachfolgeblatt in nahezu unveränderter Form und mit demselben Redaktionsteam heraus. Die sich anschließende Auseinandersetzung mit dem von Kurier-Inhaber Ludwig Polsterer erneut herausgebrachten Bild-Telegraf wurde fortan als Wiener Zeitungskrieg bezeichnet.

Die Auseinandersetzung der beiden in Form und Aufmachung kaum zu unterscheidenden Blätter spitzte sich derart zu, dass der Konflikt erst auf höchster politischer Ebene beendet werden konnte: Die Parteiführer von ÖVP und SPÖ, Julius Raab und Bruno Pittermann, einigten sich darauf, den äußerst kostspieligen „Krieg“ zu beenden. Beide Zeitungen wurden kurz darauf eingestellt.

Bild-Telegraf

1954 von den Medienunternehmern Canaval, Moser und Behrmann mit Gerd Bacher als Chefredakteur gegründete österreichische Tageszeitung. Der Marktauftritt der Zeitung trug maßgeblich zur Verschärfung der wirtschaftlichen Situation des Marktführers Kurier bei und förderte dessen Übernahme durch den Industriellen Ludwig Polsterer.

Bereits 1955 musste das Blatt Konkurs anmelden, woraufhin ein Großteil der Mitarbeiter und Redakteure unter der Leitung des Verlegers Fritz Molden eine nahezu idente Tageszeitung unter dem Titel Bildtelegramm auf den Markt brachte. Es folgte eine mehrmonatige Auseinandersetzung, die fortan als „Wiener Zeitungskrieg“ bezeichnet wurde:

Kurier-Inhaber Polsterer brachte – mit Unterstützung der Österreichischen Volkspartei – erneut eine Zeitung unter dem Titel Bild-Telegraf heraus. Einige Wochen lang erschienen nun zwei Blätter mit nahezu identischer Aufmachung. Nachdem sich die Auseinandersetzung auf gerichtliche Ebene verlagert hatte, beschlossen die Parteichefs von ÖVP und SPÖ, Julius Raab und Bruno Pittermann, den Zeitungskrieg zu beenden. Beide Zeitungen wurden kurz darauf eingestellt.

Bacher, Gerd

Gerd Bacher, geboren am 18.11.1925 in Salzburg, zählt seit den fünfziger Jahren zu den schillerndsten Persönlichkeiten der österreichischen Medienlandschaft. Oft auch als „Tiger“ tituliert, prägte er vor allem den Österreichischen Rundfunk in seinen fünf Amtsperioden als Generalintendant.

Seine journalistische Laufbahn begann Bacher bei der Salzburger Volkszeitung. Nachdem er kurz als Redakteur bei den Salzburger Nachrichten gearbeitet hatte, wurde er 1954 Chefredakteur des neu gegründeten Bild-Telegraf, der zu einer unerwarteten Konkurrenz zum Branchenführer Kurier werden sollte. Letzterer wurde schließlich, in ernsthafte Bedrängnis geraten, vom Industriellen Ludwig Polsterer übernommen.

Im Zuge des „Wiener Zeitungskriegs“ und der damit verbundenen Einstellung des Bild-Telegrafs im Jahr 1958 wechselte dessen Redaktion – so auch Bacher –  zu dem von Fritz Molden neu gegründeten Bildtelegramm, welches nach kurzer Zeit gleichermaßen liquidiert wurde. Molden und Bacher – wiederum als Chefredakteur – gründeten darauf hin die Boulevardzeitung Express, die bald an die SPÖ verkauft wurde.
Historisch bedeutsam sind Bachers insgesamt fünf Wirkungsperioden als Generalintendant des  Österreichischen Rundfunks (ORF). In den Jahren 1967 bis 1974, 1978 bis 1986 und 1990 bis 1994 drückte Bacher der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt seinen Stempel auf wie kein Zweiter.
In den Jahren zwischen den Intendanzen war Bacher zunächst kurze Zeit als Kurier-Chefredakteur sowie als Medienberater von Helmut Kohl tätig. In der Phase vor seiner letzten ORF-Intendanz wirkte er als Herausgeber der Presse.
Der als Vertreter des sogenannten „bürgerlichen Lagers“ geltende Medienlenker wurde Zeit seines Schaffens wegen seiner kritischen, scharfzüngig vorgebrachten Positionen und seiner unbequemen Haltungen, insbesondere im Kampf um einen von den politischen Parteien unabhängigen ORF, geachtet aber auch gefürchtet.