Medien steuerten EU-Wahl

Krone und ORF auf Konfrontationskurs

Die zwei größten Medien des Landes, der ORF und die Kronen Zeitung, haben die EU-Wahl in Österreich einmal mehr stark beeinflusst.
Die größte Tageszeitung Österreichs, die Kronen Zeitung, hat einen Kandidaten unterstützt um auch in EU-Angelegenheiten mitmischen zu können. Hans Peter Martin, kurz HPM, bekam mindestens eine Doppelseite täglich um sich, seine Politik und natürlich sein neues Buch zu promoten. Hans Dichand hat gute Arbeit geleistet, denn die Liste „Dr. Martin – für Demokratie, Kontrolle, Gerechtigkeit“ erhielten 17,87 %, das bedeutet ein Plus von fast vier Prozentpunkten.

Aber auch der ORF hatte seine Hände (negativ) im Spiel. Fairerweise hat er als Erfolgsgrund von HPM öfters die Kronen Zeitung genannt  trotzdem gab es bei der Bericherstattung des öffentlich-rechtlichen einige Informationslücken. Der ORF hat wie immer die kleineren Parteien von seiner Berichterstattung fast ausgeschlossen. Die Liberalen (JuLis) und die KPÖ wurden am Wahlabend nur in einem Beitrag erwähnt. Auch in die Elefantenrunde mit Ingrid Thurnher wurden sie nicht eingeladen. Dazu sagte der Spitzenkandidat der jungen Liberalen, Hannes Müllner: „Hätten uns die Medien mehr Aufmerksamkeit geschenkt, dann bin ich mir sicher, dass wir mehr als 10 % erreichen hätten können.“  Die zwei Kleinparteien erhielten immerhin zusammen mehr als 35.000 Stimmen. Aber auch viele Tageszeitungen ignorierten Kommunisten und Liberale. Die Tageszeitung Österreich erwähnte die „Sonstigen“ nicht einmal beim vorläufigen Endergebniss.