Archiv der Kategorie: Entertainment

Ronnie Bresichs „Der Totenacker „

Das Medieninsider.at-Buchschmanker’l: In Kooperation mit dem Verlagshaus Hernals

Bresichs „Der Totenacker – Ein Neusiedler See Krimi“ ist der zweite Band des im August 2008 erstmals erschienenen „Im trüben Wasser – Ein Neusiedler See Krimi“. Die gesamte erste Auflage dieses Debutromans war nach sechs Wochen vergriffen, die Teilnahme an der Wiener Kriminacht 2008 rundete den Erfolg ab. Autor und Verlag fühlten sich zu einer Fortsetzung ermutigt. Die Krimis spielen in den 1970er Jahren, die Schauplätze liegen rund um den Neusiedler See. Die Gendarmerie ist mit VW-Käfer-Wagen unterwegs, Handys und CSI gibt es noch nicht. Ronnie Bresichs „Der Totenacker „ weiterlesen

Tipp der Woche: DVD-Neuerscheinung Juno

Inhalt

Juno MacGuff (Ellen Paige) ist sechzehn, schlagfertig und neuerdings auch schwanger. Der Vater der gleichaltrige Kumpel Paulie (Michael Cera), der Akt ein simpler One Night Stand. Unzählige Schwangerschaftstests und Abtreibungsgedanken stehen bei dem jungen Mädchen an der Tagesordnung, ohne große Einleitung und Rechtfertigung erzählt sie es ihren Eltern, auf deren Unterstützung sie trotz leiser Kritik an der Auswahl des werdenden Vaters zählen kann. Doch was tun mit dem Sproß? Das Thema Abtreibung ist zwar noch aktuell, als Juno jedoch erfährt, dass die Leibesfrucht bereits über Fingernägel verfügt, erteilt sie der Idee eine klare Absage. Eines Tages hält ihr ihre Freundin Leah (Olivia Thirlby) einen Zeitungsausschnitt unter die Nase, in dem das junge Ehepaar Mark (Jason Bateman) und Vanessa Loring (Jennifer Garner) ihrem Adoptionswunsch Luft verleiht. Juno gefällt die Idee und macht sie sich sodann gemeinsam mit ihrem Vater auf zu einem ersten Kennenlerngespräch im hübschen Anwesen der gut betuchten Lorings.

Das junge Ehepaar ist gut aussehend, neureich und beeindruckt vor allem mit ihrem hübschen Haus. Ihr Leben scheint mit Ausnahmes des ungehörten Kinderwunsches in Juno’s Augen wirklich perfekt zu sein. Schnell entscheidet sie, dass dieses Paar ihr Kind nach der Entbindung aufziehen soll. Die (Schwangerschafts-) Wochen vergehen und Juno, die noch keinen Gedanken von Wehmut verspürt, besucht die Lorings in regelmäßigen Abständen, unterhält sich mit Vanessa über Frauenthemen, durchstöbert Mark’s gut sortierte Plattensammlung. Als sie eines Tages mit einem Ultraschall Foto stolz beim jungen Paar klingelt, stößt sie bei Vanessa auf Ablehnung. Stück für Stück beginnt Juno zu zweifeln, ob die Beiden wirklich die geeigneten Eltern für ihr Baby darstellen, denn deren Beziehung scheint alles andere als sattelfest zu sein. Noch einmal – in den späten Wochen der Schwangerschaft – muss sich die 16-jährige Juno MacGuff die Frage stellen, was mit ihrem Sproß nach der Entbindung zu tun ist.

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Filmplakat des Teenie-Dramas „Juno“

Kritik

Juno war einer der ganz großen Kinohits des vergangenen Jahres. Das Rezept ist raffiniert: ein Drama vorgaukeln, mit Niveau und guten Humor die Zuschauer überraschen und unterhalten. Der Film ist, vor allem dank Juno’s unbekümmerten, trockenen Witzes sehr komisch, ohne je den eigentlich ernsten Hintergrund ins Lächerliche zu ziehen. Großen Anteil an dieser Leistung hat vor allem die 21-jährige kanadische Jungschauspielerin Ellen Page, die ihre Kolleginnen und Kollegen allesamt an die Wand spielt. Die große Natürlichkeit, mit der der Film punktet, ist aber auch Regisseur Jason Reitman und Drehbuchautorin Diablo Cody zu verdanken.

Ihre eigenen Lebensgeschichten (Im Hause Reitman war eine Adoption angedacht, eine damals sechzehn-jährige Freundin von Cody trug ihr Kind nach ungeplanter Schwangerschaft aus), herrlich komische Dialoge und gut portionierte Situationskomik machten den ohne große Mittel produzierten „Juno“ zu einem Kassenschlager, der auch bei den Academy Awards eine Rolle spielen sollte.

Ellen Paige als beste Hauptdarstellerin, Jason Reitman für die beste Regie und „Juno“ als bester Film des Jahres waren für den Oscar nominiert. Es blieb jedoch Diablo Cody vorbehalten, die goldene Statue für das beste Drehbuch bei der Oscar-Verleihung 2008 mit nach Hause zu nehmen. 20th Century Fox Home Entertainment brachte nun zu Sommerbeginn den Film in der hauseigenen Budget-Reihe „Hollywood Collection“ ein weiteres Mal auf DVD auf den Markt, welche an dieser Stelle aus inhaltlichen als auch Kostengründen all jenen ans Herz gelegt werden soll, die den Hit aus dem vergangenen Jahr noch nicht kennen und sich für Komödien mit Stil begeistern können.

Zum Filmgenuss von “ DVD-Forum.at “ empfohlen.

Neuer Verlag für Wissenschaft und Literatur

Unter dem Motto „passion for books“ nimmt das österreichische Verlagshaus Hernals mit dem Programm Belletristik und wissenschaftliche Fachliteratur seinen Betrieb auf. Während ihrer langen Tätigkeit in der Verlagsbranche arbeitete die Verlagsinhaberin Elisabeth Schmidt für Springer Wien New York und war dort für die gesamte juristische Fachliteratur zuständig. Im April 2008 machte sie sich dann mit dem Verlagshaus Hernals selbstständig, um wie sie sagt, ihre beiden Leidenschaften, wissenschaftliche und belletristische Literatur, zu vereinen: „Die Philophie unseres Hauses, die ich jeden Tag mit meinem engagierten Team aus LektorInnen, Setzern und Grafikern umsetze, ist „passion for books – mit unserer Leidenschaft werden aus ihren Ideen Bücher“ und dafür nehmen wir sehr oft auch haarsträubende Arbeitszeiten gerne in kauf (lacht)“.

Im Sommer 2008 erschien der ersten Krimi des in Wien ansässigen Verlags. Das Buch „Im trüben Wasser. Ein Neusiedler See Krimi“ von Ronnie Bresich wurde dann auch bei der österreichischen Kriminacht 2008 in Wien vorgestellt. Bresichs Bezirksinspektor Kauffmann versucht das Verbrechen an der im See ertrunkenen amtierenden Weinprinzessin aufzuklären und gerät im Laufe der Ermittlungen selbst an den Rand des Abgrunds. Die erste Auflage war nach 6 Wochen vergriffen. Das erfolgreiche Buch erscheint noch im Juli als Hörbuch, gemeinsam mit dem 2. Fall von Bezirksinspektor Kauffmann.

Auch die diesjährigen Veröffentlichungen des Verlagshauses Hernals, wie Therese Bauers Krimi für Mütter „Kein Kinderspiel“, in dem die junge Mutter Rita Ratzenböck den Mord an einem prominenten Winzer aufklärt, und der zweite Band Bresichs „Der Totenacker“ (erscheint Juli 2009) werden bei der diesjährigen Wiener Kriminacht vorgestellt. Im Herbst erscheinen die ersten beiden wissenschaftlichen Publikationen des Verlags (Lisz Hirn: „Friedrich Nietzsche“ und eine juristische Fachpublikation), für deren Covergestaltung Elisabeth Schmidt den bekannten Salzburger Künstler Michael Ferner beauftragt hat. Er entwirft die Bilder exklusiv für diese wissenschaftliche Reihe. Schmidt möchte Wissenschaft mit Kunst auf den Umschlägen verbinden.

„Die falschen Schuhe – ein Roman über Magersucht und Bulimie“ ist ein  kürzlich in der zweiten Auflage erschienenes Buch, welches auch medial (u.a. haben News & Woman darüber berichtet) aufmerksamkeit erregt, weil es das Tabuthema Essstörungen literarisch verarbeitet. Es wird an mehreren wiener Schulen bereits als Präventionsliteratur verwendet und wird in der Therapie von Essstörungen von Therapeuten als Begleitliteratur verwendet.

Kein Kinderspiel Therese Bauer

…ist der erste Krimi der literarisch schon länger aktiven Therese Bauer. Bauer, ehemalige marketingmanagerin der OMV und uslandsjournalistin, verarbeitet in ihrem Buch auf sehr unterhaltsame Art und Weise die Probleme von Müttern, die versuchen Kinder und Karriere zu vereinbaren. Der Krimi, der vor allem in Oberösterreich spielt, wird heuer auch bei der wiener kriminacht vorgestellt.

„Begegnungen eines Buchhändlers“ ist eine autorbiografische Erzählung eines wiener Buchhändlers, der alle literarischen größen seiner Zeit (u.a Werfel, Artmann, Guttenbrunner und Kramer) gekannt hat und mit ihnen freundschaftlich verbunden war.  Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl bezeichnet Viktor Finks „Begegnungen eines Buchhändlers“ im Vorwort für das Buch als „eine Hommage an die Wiener Buchhändler“.

Das Verlagshaus Hernals wird in dieser Saison acht Bücher und ein Hörbuch herausgeben und arbeitet im Vertrieb mit libri (libri.de) zusammen. Nähere Beschreibungen der Buchinhalte, der Autoren und mehr zum Verlag finden sich auf der neuen Homepage des Verlages.

Link: www.verlagshaus-hernals.at

Tipp: So finster die Nacht

Inhalt

Eine verschneite Plattenbausiedlung in einem Stockholmer Randbezirk: Man schreibt das Jahr 1982 und der Winter macht seinem Namen alle Ehre. Der 12-jährige Oskar lebt dort mit seiner Mutter und gehört im Gesellschaftsgefüge der (Früh-)Pubertierenden eindeutig zu den großen Verlierern. Als verschlossenes, wohl aber kluges Kind ist ihm der Stempel des Außenseiters in der Schule aufgedrückt: Die Stärkeren und Beliebteren schikanieren ihn physisch als auch psychisch und richtige Freunde hat er auch nicht. Das sollte sich ändern, als der Pensionist Hakan mit dem jungen
Mädchen Eli in die Siedlung einzieht. Gleichzeitig wird die Gegend von einer Mordserie heimgesucht, die von Oskar mit Argusaugen in den Medien verfolgt wird. Zudem kommt es zu einer schrittweisen Annäherung an die ebenso verschlossene Eli, die – wie Oskar – ein sozial eher isoliertes Dasein fristet.

Eli ist auch zwölf, aber halt schon etwas länger. Denn sie ist eine Vampirin und Hakan ihr “Nahrungsbeschaffer”. Oskar scheint sich daran weiter nicht zu stören und so freunden sich die ansonsten so ungleichen Kinder an. Während etappenweise die Nachbarschaft dezimiert wird entwickelt sich eine Art frühjugendliche Romanze zwischen den beiden. Eli tut Oskar sichtlich gut:
Stets ermutigt sie ihn, sich doch endlich einmal gegen die Gewalt in der Schule zu wehren. Der Junge hingegen akzeptiert Eli wie ist und gibt ihr die Möglichkeit, wie ein zwölfjähriges Mädchen zu sein. Doch die Anrainer realisieren, dass mit der Kleinen etwas nicht stimmen kann. Das Pflaster wird zu heiß, Eli verlässt die Siedlung und Oskar sieht sich alleine einer der größten Schikanen in seinem Leben ausgesetzt.

Filmplakat So Finster Die Nacht / Quelle: Alexander Pretz, Dvd-Forum.at

Filmplakat des Vampir-Dramas „So finster die Nacht“

Kritik

In Zeiten in denen das Vampirgenre im Kino nahezu unzertrennbar mit Teenie-Hysterie à la Twilight sein Revival feiert, zeigt der schwedische Filmemacher Tomas Alfredson, dass eine Kombination der beiden Elemente “Vampire” und “erste Liebe” ohne Kitsch und Gefühls-Perversion durchaus zu realisieren ist. “So finster die Nacht” ist ein klassisch skandinavischer Film mit ruhigen Einstellungen und großer Bedacht auf Atmosphäre. Die Handlung – die im Übrigen eines Romans von John A. Lindqvist entspringt – wird behutsam erzählt und langsam aufgebaut. Da auch die beiden jungen Charaktere überzeugend gespielt werden, wirkt der Film stets glaubhaft und so man lässt sich gerne auf diese sonderbare Geschichte ein.

Bei Kritikern kam der Film gut an und auch bei Festivals war das Vampir-Drama ein gern gesehener Gast (“So finster die Nacht” wurde auch bei der Viennale 2008 gezeigt.). Noch vor der eigentlichen europäischen Kinoauswertung war aus Hollywood zu hören, dass man bereits an einem Remake arbeite: In vielen Fällen ist das ein Qualitätsmerkmal, so auch hier!
Ein kleiner Tipp: Schauen sie sich den Film in OmU (Originalfassung mit Untertitel) an, da die deutsche Synchronisierung mies ist.

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Schmanker’l: „Stadt der Blinden“

Inhalt:
Ein große amerikanische Stadt. Lebhaftes Treiben; dichter Verkehr an einem sonnigen Werktag. Das alles ändert sich schlagartig, als ein ziellos über die Straße torkelnder Mann die Autofahrer zum Ausrasten bringt. Ohne bestimmten Grund ist der junge Asiate erblindet. Von einer Sekunde auf die Andere. Ungläubigkeit gesellt sich zu Hilfslosigkeit um schlussendlich in Wut überzuschlagen. Doch finden sich Leidgenossen. Scheinbar wahllos sind in den Stunden darauf einzelne Menschen schlagartig erblindend. Weitgehend ahnungslos versuchen sich Medizin und Wissenschaft einen Reim auf die sonderbaren Geschehnisse zu machen, doch erklären mag es sich niemand. Aus Angst, diese Blindheit könnte ansteckend sein, werden die verwirrten Menschen zusammen in einem Haus untergebracht, das von der Außenwelt abgeschirmt wird.

Doch zu spät: Wie eine Epidemie ergreift das Erblinden um sich und binnen weniger Tage platzt die Quarantäne aus allen Nähten. Unter den Insassen befindet sich auch ein blinder Augenarzt (Mark Ruffalo) mit seiner Frau (Julianne Moore). Die ist eigenartigerweise nicht erblindet, tut aber so und spielt insgeheim Auge und Mädchen für Alles für die Insassen. Tage und Wochen vergehen und als die Menschen ihr Gebrechen akzeptieren, wird schnell klar, dass es auch unter kranken Menschen welche von guter und böser Sorte gibt. In der überfüllten Quarantäne beginnen sich allmählich soziale Konflikte zu entwickeln. Mit der Sehkraft schwindet nämlich auch die Möglichkeit der Kontrolle. Insassen fragen sich nicht nur: „Was geht hinter meinem Rücken vor?“ sondern auch „Was passiert vor meiner Nase?“ Scheinbar sinnlose Machtkämpfe entwickeln sich ehe die ganze Situation eskaliert.

Stadt der Blinden / Quelle: Alexander Pretz, DVD-Forum.at

Filmposter

Nach der oscarnominierten brasilianischen Sozialstudie „City of God“ und der oscargekrönten Romanverfilmung „Der ewige Gärtner“ legte der Brasilianer Fernando Meirelles 2008 mit Blindness – so der internationale Titel – ordentlich nach. „Die Stadt der Blinden“ entspringt ebenso einer Literaturvorlage, diesmal von Literaturnobelpreisträger José Samarago. Handwerklich tadellose und interessante Filmkost wird einem hier geboten. Meirelles arbeitet getreu der Thematik viel mit Kontrasten, Blenden, Spiegelungen und Hell-Dunkel Übergängen und spendiert so dem Zuseher etwas Einfühlungsvermögen in die Haut seiner Helden. Gewöhnungsbedürftig, aber hochinteressant.

Auch inhaltlich weiß der Film sehr zu gefallen, spielt doch der Regisseur hier mit mehreren Genres: Viel Drama, besonders in der Quarantäne etwas Thriller oder gar Horror. Dieses „Tanzen auf mehreren Hochzeiten“ geht jedoch in keinesfalls auf Kosten der Substanz sondern trägt eher zur Eigenständigkeit dieses Werkes bei. Eine ingesamt gelungene Mischung: spannend, unterhaltend und genug Stoff für Diskussion bietend…und seit Anfang April auch fürs Heimkino als DVD erhältlich.

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Film-Schmanker’l „Tage des Zorns“

Inhalt

1944: Dänemark ist seit mittlerweile vier Jahren von den Nazis besetzt. Die Einwohner haben sich mit der bestehenden Situation abgefunden und kooperieren so gut es eben geht. Nur eine kleine aber feine Gruppe widersetzt sich den deutschen Besatzern. Darunter ist Flame, eine unerschrockene und gnadenlose Person. Als Auftragskiller eliminiert er seine eigenen Landsleute, die enger mit den Nazis zusammenarbeiten. Ihm zur Seite steht Citron, der aber mehr oder weniger als Handlager und Fahrer agiert. Noch niemals hat er eine Waffe gegen einen Menschen erhoben, geschweige jemanden getötet. Die Befehle bekommen sie von Winthur, der wiederum von den Engländern die Aufträge zur Ermordung der Landesverräter erhält.

Flame wird mit Fortdauer immer ungeduldiger, schließlich will er sich nicht ewig mit den kleinen Fischen beschäftigen müssen. Er verfolgt das Ziel, gemeinsam mit Citron, auch an andere Kaliber, wie zum Beispiel den deutschen Oberbefehlshaber Hoffmann, zu dürfen. Die Liquidierung einer solchen Person könnte die Situation im eigenen Land verändern, und nur das kann Flames oberste Priorität sein. Jedoch beschränken sich vorerst die Tätigkeiten der beiden Protagonisten auf unwichtigere Landsleute. Langsam steigert sich bei Flame der Verdacht das Winthur die Aufträge nach persönlichen Vorteilen vergibt, und die Opfer gar nicht von den britischen Truppen gefordert wurden. Immer mehr zweifelt das Duo an der Glaubhaftigkeit des eigenen Befehlgebers, und beginnen ihrerseits mit den Recherchen. Gerade jetzt kommt die Erlaubnis Subjekte deutscher Nationalität zu ermorden …

Tage des Zorns , Flammen & Citronen/ Quelle: Alexander Pretz, Dvd-forum.at

Filmplakat zu Flammen & Citronen (Originaltitel)

Der 1966 in Dänemark geborene Filmemacher Ole Christian Madsen verweist in TAGE DES ZORNS ( Warner Home Video Germany ) auf eine wahre Geschichte. Es handelt sich dabei um eine Begebenheit die in unseren Gefilden bislang nicht sehr bekannt war. Wir kennen jedes Puzzleteil aus der österreichischen oder deutschen Sichtweise. Oles Perspektive jedoch ist eine gänzlich andere. Er beleuchtet die Situation im Norden Europas während des zweiten Weltkrieges.

FLAMMEN & CITRONEN, so der Originaltitel, ist zweifellos ein schonungsloses Werk mit Anspruch geworden. Trotz der Länge von 133 Minuten wird dem Zuseher zu keiner Zeit langweilig. Mit Interesse darf ein seriöser Film betrachtet werden dass der Filmliebhaber ab sofort in jedem guten DVD Laden käuflich erwerben kann.

Eine echte Empfehlung aus dem Hause “ DVD-Forum.at “ !!

Film-Schmanker’l: Nine Lives

Der Film NINE LIVES beinhaltet neun Frauen die an einem bestimmten Punkt im Leben stehen. NINE LIVES bedeutet neun unterschiedliche Charaktere in ebenso viele Episoden.

Charaktere

SANDRA ( Elpidia Carrillo ) sitzt im Gefängnis. Einmal im Monat darf sie Besuch von ihrer kleinen Tochter erhalten. Der Tag ist gekommen, endlich sitzt das wartende Mädel auf der anderen Seite des Glases im Besucherraum. Sandra will sich über die Gegensprechanlage unterhalten, doch gerade ihre funktioniert nicht. Die Wärter bestehen auf das fünfminütige Besuchsrecht, egal ob die Anlage defekt ist, oder nicht. Sandra rastet aus, obwohl das ihr Gesuch auf vorzeitige Entlassung verhindern könnte.

LORNA ( Amy Brenneman ), die während der Bestattung ihres Mannes die wahren Gründe seines Selbstmord erfährt, und begreift dass sie sehr wohl mitverantwortlich war.

DIANA ( Robin Wright Penn ) steht kurz vor ihrer Entbindung. Als sie mit dicken Bauch durch ein Lebensmittelgeschäft gustiert trifft sie Damian. Damian war ihre erste und wahrscheinlich auch einzige große Liebe. Obwohl sie diese bestimmte Innigkeit noch immer spüren, bleiben sie stark. Schließlich sind beide verheiratet, und jeder für sich in einen fremden Leben.

HOLLY ( Lisa Gay Hamilton ) hatte nie die Kraft ihrem Stiefvater Paroli zu bieten. Als sie, viele Jahre später, ihren ganzen Mut mit ins Auto packt und ihm zur Rede stellen will, ist dieser nicht zu Hause. Stattdessen begegnet sie ihre Schwester.

SAMANTHA ( Amanda Seyfried ) weiß das sie keine Schuld an der zerrüttelten Ehe ihrer Eltern trägt. Dennoch lässt sie nichts unversucht das Unmögliche möglich zu machen, und Papa Larry und Mama Ruth zu altem Glück zu verhelfen.

SONJA ( Holly Hunter ) und ihr langjähriger Freund treffen sich mit einem gut befreundeten Paar in deren Haus. Erst sind ihre Kundmachungen von Geheimnissen noch witzig. Doch schnell ändert sich die Situation und aus Spaß wird bitterer Ernst.

RUTH ( Sissy Spacek ), mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, sieht sich im Zwiespalt zwischen einen Abenteuer auf dem Hotelzimmer, und ihrer langjährigen Ehe.

CAMILLE ( Kathy Baker ) ist im Begriff wegen eines Krebses beide Brüste zu verlieren. Bereits im Krankenbett liegend, jammert sie vorwiegend denjenigen an, der sie seit Jahren unter allen Umständen unterstützt; den liebenden Ehemann.

MAGGIE ( Glenn Close ) besucht samt Tochter ( Dakota Fenning ) regelmäßig das Grab ihres Vaters. Bereits in die Jahre gekommen, und vom Leben schon etwas müde geworden, zieht sie ihre Tochter alleine und mit letzter Kraft auf.

Nine Lives DVD Cover / Quelle: Alexander Pretz, DVD-forum.at

Fazit

Obwohl jede Geschichte nur zirka 10 Minuten für sich beansprucht, schafft es NINE LIVES tatsächlich Gefühle zu vermitteln. Regisseur Rodrigo Garcia setzt all seine Kraft in den Moment, und gibt jede einzelne Minute eine enorme Gewichtigkeit. Wer beim Lesen dieser Zeilen ein Interesse diesen Film zu sehen verspürt, dem darf verraten werden, dass NINE LIVES als DVD und Blu-ray im Handel erhältlich ist. Dann stehen 115/120 emotional aufwühlende Minuten nichts mehr im Wege.

Die Medieninsider Film-Schmancker’l: In Partnerschaft mit dem Entertainment Magazin dvd-forum.at

Quelle: Alexander Pretz, DVD-forum.at