Medientage – Tag 3

Tag 3 der Österreichischen Medientage in der Wiener Stadthalle stand ganz unter dem Zeichen des Internets, am sogenannten „Telekom Austria Online Day“ stand vor allem die Frage zur Diskussion, wie viel online eigentlich noch nötig ist.

Man kam zur Schlussfolgerung, dass Online letztendlich das Medium ist, in dem Kaufentscheidungen getroffen werden und somit vor allem für Unternehmen und Produktanbieter einen enormen werbetechnischen Mehrwert liefert.

In Österreich kann man eine besonders hohe Internetnutzung beobachten, außerdem können in keinem anderen Medium Zielgruppen so effektiv genutzt werden, solange man allerdings die Zielgruppen genau definiert. Für die Unternehmen reicht es schon lange nicht mehr, bloß auf den gängigen Portalen wie Facebook oder Twitter vertreten zu sein, hier bedarf es auch einer besonders hohen Aufmerksamkeit bezüglich des Eingehens auf die jeweiligen Communities. Für Unternehmen wird es eine wichtige Aufgabe sein, das zentrale Vertrauen in die bereits etablierte Brand auch auf das Web zu übertragen, so wird man auch online eine große Kundenzufriedenheit erreichen können.

Diskussion am roten Sofa / Foto: Medieninsider.at/Arik Kofranek

Allerdings sollten es Unternehmen mit der Verwendung von Social Networks nicht übertreiben, denn eine allzu aufdringliche Internetpräsenz kann schnell Antipathie beim Kunden hervorrufen.

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Problematisch wird es auch für den ORF werden, so verbietet doch das demnächst in Kraft tretende neue ORF-Gesetz die Kooperation mit Social Networks. Wir sind gespannt, welche Auswirkungen dies haben wird und ob die Vision der auf das Kundenprofil abgestimmte und individualisierte TV-Thek diesen Mangel ausgleichen wird.

Laut Samsung, die im aufkommenden Tablet-Market keine Revolution sehen, sondern vielmehr eine weitere technische Evolution, wird es in der Zukunft sogar sehr wahrscheinlich sein, dass wir unsere iPads, Galaxy Readers und Co. wortwörtlich wie eine Zeitung tragen können- in Korea werden bereits rollbare Tablet-PCs entwickelt.

Man darf gespannt sein, was eigentlich noch alles getan wird um den Kunden Inhalte zu verkaufen, denn eines ist sicher: es wird immer eine breite Konsumentenschicht geben, die vor allem daran interessiert ist, Zugang zu Inhalten und Informationen zu bekommen.

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Medientage – Zusammenfassung Tag 2

Ein absolutes Highlight am Tag 2 der Österreichischen Medientage 2010 war mit Sicherheit die Live Schaltung nach Amsterdam zum New Yorker Medientheoretiker Jeff Jarvis. Unter dem Leitspruch „Journalism will change from program to process“ bereitet dieser an der New York Graduate School for Journalism junge Berufsanwärter besonders auf die erhöhten Anforderungen unserer Zeit vor. Der österreichischen Medienlandschaft rät er vor allem eines: die Chancen im Internet zu nutzen, denn das Internet ist universal, es bieten sich hier relativ gleiche Möglichkeiten für jedermann, so Jarvis.

Auch weist Jarvis darauf hin, dass die beste Ressource immer noch die Leser sind. Ihren Kommentaren sollen wir Beachtung schenken, da sich auch in „banalem Dahergerede“ auf Twitter wertvolle Inhalte verstecken können.

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Der vielpropagierte Paid Content, also ein Ende der „alles ist Gratis-Zeit“ steht im Widersprich zu Jarvis‘ Visionen, vermutlich gilt es auch hier, den geeigneten Mittelweg zu finden.

Nico Pelinka mit Verleger Oliver Voigt / Foto:Medieninsider.at/Arik Kofranek

Journalisten sollten künftig vor allem crossmedial agieren können, es ist Aufgabe einer guten Nachrichtenagentur, sich auf Dinge zu konzentrieren, die auf die Bedürfnisse aller ihrer Kunden ausgerichtet sind.

Dies lässt sich auch auf das Musikbusiness auslegen, da hier die wahren Entscheidungsträger über den Erfolg eines Produktes die Kunden sind. Universal Music Austria- Chef Hannes Eder geht davon aus, dass um das Jahr 2015 herum das Segment physischer Tonträger, also vor allem CDs, mit großer Wahrscheinlichkeit irrelevant sein wird.

Auch Hannes Eder ist der Ansicht, der Kundenkontakt müsse intimer werden, laut eigenen Angaben entwickelt Universal angeblich einen Vibrator mit Musikfunktion- wir sind gespannt, ob die Intimität hiermit nicht zu wörtlich genommen wird.

Wir dürfen uns also auf einige Veränderungen vorbereiten, schließlich gelten im digitalen Zeitalter völlig neue Regeln.

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Zusammenfassung Medientage Tag 1

Österreichische Medientage – Zusammenfassung Tag 1

Tag 1 der diesjährigen österreichischen Medientage ist vorbei. Zahlreiche Experten der österreichischen Medienlandschaft behandelten diesmal unter dem Motto „Chaos, Krieg oder Aufbruch“ aktuelle medienwirtschaftliche und -politische Themen.

Wie schon Verleger Hans Jörgen Manstein in seiner Eröffnungsrede ankündigte, sollen die Medientage nicht zum Vergnügen da sein, sondern den Verantwortlichen der Branche sei es dringend ans Herz gelegt, die derzeit ziemlich unglückliche Gesamtsituation möglichst schnell zu verbessern. „Die Zeiten des Smalltalks und des fröhlichen Get-Togethers sind vorbei“, so Manstein. Die darauffolgenden ReferentInnen schufen ebenfalls die Basis einer eher negativen Grundstimmung, so bezeichnete Michael Fleischhacker im Diskurs „Qualitätsjournalisten als Bergbauern des dritten Jahrtausends“ und brachte somit die triste Situation dieses Berufsstandes zur Sprache.

Hans Jörg Manstein bei der Eröffnungsrede der Medientage 2010 / Foto:Medieninsider.at/Arik Kofranek


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Da dieses Jahr auch dem Entwicklungsmarkt der Onlinemedien besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, wurde vor allem darauf hingewiesen, dass man diesem Markt große Bedeutung einräumen sollte, vor allem im Multimediabereich gilt es, die Produktion maßgeschneidert an den Bedürfnissen der KonsumentInnen anzupassen. In diesem Zusammenhang wird auch die Absicht erkennbar, Online-Inhalte nicht mehr ausschließlich gratis zugänglich zu machen, denn schließlich lassen sich durch die Gratis-Kultur im Netz die teilweise hohen Produktionskosten kaum abdecken.

Zumindest hat sich Ann Huffington’s Prophezeiung, dass „Wer nicht ins Netz geht, tot sein wird“ nicht bewahrheitet- so wurden doch bisher in Österreich vom anfangs hochgelobten iPad bis dato nur um die 10.000 Stück verkauft.

Da werden sich die Print-Medien wohl andere Strategien überlegen müssen, um ihre Leser zurückzugewinnen oder beibehalten zu können.

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Medientage Zusammenfassung Tag 2

Kurz & Bündig: Edgar Böhm im Interview

Edgar Böhm / Foto:Medieninsider.at/Arik KofranekMedieninsider.at-Chefredakteur Nikolai Atefie traf im Rahmen einer ORF-Veranstaltung den ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm um ihm knackige Fragen zum neuen TV-Saison und zum Problem des ORF mit der jungen Zielgruppe zu stellen. Kurz & Bündig: Edgar Böhm im Interview weiterlesen →

Kiddy Contest 2010: Alles beginnt von vorne… (FOTOS)

Teilnehmer des 16. Kiddy Contests mit Moderatorin Kathi Bellowitsch / Foto:medieninsider.at/Arik KofranekZum mittlerweile 16. Mal findet der Kinder-Talentewettbewerb „Kiddy Contest“ in Wien statt und seit immerhin 3 Jahren ist auch Medieninsider.at Medienpartner des Events. Am Montag Abend wurden die neuen Kandidaten, die neue Moderatorin und das veränderte Sendungskonzept im Rahmen einer Kick Off Veranstaltung im Wiener Hotel Flemmings am Neubaugürtel präsentiert.

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